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Die Schilddrüse

Schilddrüse

Die gesunde Schilddrüse ist walnussgroß, wiegt etwa 20 Gramm und liegt unterhalb des Kehlkopfs. Sie ist von schmetterlingsförmiger Gestalt und umschließt mit den beiden "Flügeln" die Luftröhre. Die Schilddrüse steuert zahlreiche Stoffwechselvorgänge im Körper, z.B. das Wachstum, sie ist beteiligt an der Regulation von Nerven, Herz und Kreislauf und beeinflusst das seelische Gleichgewicht. Dieser Einfluss auf die Psyche bzw. die anderen Organe geschieht mittels der Hormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4), die von der Schilddrüse produziert werden und über die Blutbahn zum jeweiligen Organ gelangen. Beide Schilddrüsenhormone bestehen aus Eiweiß-Bausteinen, die mit Jod verknüpft sind.
Die Bildung der Schilddrüsenhormone wird vom Hypothalamus bzw. der Hypophyse gesteuert, zwei Arealen, die sich im Gehirn befinden. Sobald dem Körper genug Schilddrüsenhormone zur Verfügung stehen, wird dies an das entsprechende Areal im Gehirn gemeldet und die Produktion von weiteren Schilddrüsenhormonen gestoppt ("Regelkreis", vergleichbar mit einem Thermostaten der Heizung).
Jod ist für die Bildung von T3 und T4 ganz wichtig. Deutschland ist ein Jodmangelgebiet, das heißt, auch bei gesunder Ernährung lässt sich der Jodbedarf nicht immer ausreichend abdecken. Deshalb kann es sinnvoll sein, Jodsalz zu verwenden.


Es gibt unterschiedliche Erkrankungen der Schilddrüse, z.B. die Überfunktion (Hyperthyreose). In diesem Fall produziert die Schilddrüse zu viel Hormone T3 und T4. Die Folgen für den Betroffenen können sein: Unruhe, Reizbarkeit, Schwitzen, Schlaflosigkeit, Gewichtsverlust bei gutem Appetit, Haarausfall. Die Überfunktion wird mit Thyreostatika behandelt, Substanzen, die die Produktion von T3 und T4 blockieren. Es sind verschreibungspflichtige Arzneimittel, die im Allgemeinen gut vertragen werden.

Häufiger ist in unserer Region eine andere Erkrankung der Schilddrüse, die Unterfunktion (Hypothyreose). In diesem Fall werden zu wenig T3 und T4 produziert.
Der Körper läuft nicht wie bei der Überfunktion auf "Hochtouren", sondern auf "Sparflamme". Dies äußert sich durch ständige Müdigkeit, Antriebsschwäche, Gewichtszunahme bei gleichbleibender Ernährung, Kälteempfindlichkeit, verlangsamten Puls. Behandelt wird eine Unterfunktion mit Tabletten, die das fehlende Hormon T4 ersetzen.
Ganz wichtig ist die konsequente Einnahme dieser Tabletten. Sie sollten morgens eine halbe Stunde vor dem Frühstück mit einem Glas Leitungswasser eingenommen werden, sozusagen auf der Bettkante. Und Sie sollten sie stets getrennt von anderen Arzneimitteln einnehmen.

Warum??

Die Schilddrüsentabletten enthalten das T4 (Thyroxin) in winziger Menge, z.B. 100 Mikrogramm. Ihre übrigen Tabletten, z.B. die Blutdrucktabletten enthalten einen Wirkstoff im Milligrammbereich, also 1000 mal mehr Wirkstoff als die Schilddrüsentabletten. Da ist es gut vorstellbar, dass der Körper, wenn er beides zusammen angeboten bekommt, die winzige Menge an Thyroxin übersieht.(Oder schmecken Sie aus einer Mischung von 1 Gramm Salz und 1 Kilogramm Zucker das Salz heraus?)
Dies gilt natürlich auch für Nahrungsmittel: Abstand halten, sonst kann der Körper das zugeführte Thyroxin nicht "finden".
Doch was ist zu tun, wenn Sie noch weitere Tabletten nüchtern einnehmen sollen?

Fragen Sie uns, wir beraten Sie gern!
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