apo3rosen@t-online.deApotheke zu den 3 Rosen, Neißestr. 6, 38226 Salzgitter

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Der 50. Geburtstag der Apotheke zu den 3 Rosen

Am 1. März 1966 eröffnete Apothekerin Frau Marie-Luise Winkler die Apotheke zu den 3 Rosen in Salzgitter-Lebenstedt. Es war die 8. Apotheke in Lebenstedt, und zwar im Verkaufszentrum an der Neißestraße/Kattowitzerstraße, wie die Salzgitter-Zeitung meldete. Und weiter: "Durch diese Apotheke ist die letzte Baulücke geschlossen worden. Das hier entstehende fünfstöckige Wohnhaus für die Bundespost soll Ende April oder im Mai bezogen werden." (Dabei handelt es sich um Kattowitzerstraße 248)

Wie sah es im damaligen Nord-West-Zentrum, dem heutigen Einkaufszentrum Gesemannstraße/ Seeviertel aus? Es existierten zwei einander gegenüberliegende Geschäftszeilen mit Friseursalon, drei Lebensmittelmärkten, einem Schuster, einem Bäcker, einem Fleischer, einer Drogerie, einem Zeitungsgeschäft…kurzum, für den alltäglichen Einkauf war alles vorhanden. Die Lebensmittelgeschäfte lagen jeweils am Anfang und Ende der Geschäftszeile Gesemannstraße, das eine gehörte Herrn Buhr, das andere der Familie Zerzawetzky. Gegenüber von Zerzawetzkys war das Lebensmittelgeschäft, das Familie Galle führte, und gegenüber von Herrn Buhr war bis 1965 eine Baulücke, die nun durch die Apotheke geschlossen wurde.

Das Personal der Apotheke, die am 1. März eröffnete, war recht überschaubar. Neben der Apothekerin Frau Winkler arbeiteten hier eine Apothekenhelferin und eine Putzfrau. Doch schon bald wurde das Personal aufgestockt durch eine Auszubildende und eine weitere Apothekerin. Neben der täglichen Arbeit galt es auch den Notdienst zu verrichten. Dieser muss auch heute noch von einer pharmazeutischen Kraft, also der Apothekerin, geleistet werden. Damals erfolgte der Notdienstwechsel nicht täglich sondern wöchentlich; dies war natürlich eine ziemliche Belastung, denn es hieß für Frau Winkler, rund um die Uhr in der Apotheke bleiben zu müssen und das 1 Woche lang. Glücklicherweise gab es durch die eingestellte Apothekerin bald Entlastung bei den nächtlichen Diensten.

1969 begann "unsere Lisa" ihre Ausbildung zur Apothekenhelferin; nach erfolgreicher Prüfung 1971 blieb sie der Apotheke bis zu ihrem Ausscheiden 2009 treu. Sicher ist sie noch vielen Kunden im Gedächtnis.
Auch die übrigen Auszubildenden, ob Apothekenhelferin, pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte (PKA), pharmazeutisch- technisch Angestellte (PTA) oder Apotheker/in blieben nach bestandener Prüfung noch einige Zeit in der Lehrapotheke, um ihre Kenntnisse zu vertiefen und sich „freizuschwimmen“. Zu allen behielten sich Frau und Herr Winkler ein freundschaftliches Verhältnis, so dass die Übergabe der Apotheke an ihre Tochter am 29. Februar 1992 gemeinsam mit allen ehemaligen MitarbeiterInnen gefeiert wurde.

Das neue Team, das am 1.3.1992 die Apotheke weiterführte, bestand nun neben ihrer Tochter, Frau Dr. Carola Schennen, aus einer weiteren Apothekerin, 2 PTAs und 2 Helferinnen. Auch weiterhin wurde in der Apotheke neben der täglichen Arbeit gelehrt; waren es bis dahin vor allem PKAs und PTAs, die ausgebildet wurden, galt das Interesse jetzt auch der praktischen Apothekerausbildung. Zahlreiche ApothekerInnen leisteten hier ein einjähriges Praktikum, ehe sie das Staatsexamen in Hannover vor der Apothekerkammer erfolgreich ablegten.

Es hat sich viel getan in den vergangenen 50 Jahren: Die Annahme der gelieferten Arzneimittel sowie die Abgabe wird heute über Scannerkassen erfasst, so dass der Computer das Lager verwaltet. Damals wurden die Preise der Arzneimittel per Hand auf das Rezept geschrieben, heute werden dort Pharmazentralnummer und Preis aufgedruckt. Damals erfolgte die Bestellung beim Großhandel telefonisch, die abgegebenen Arzneimittel wurden auf einem Bestellblock notiert; später erleichterten ABDA-Kärtchen (Lochkarten) das Bestellen. Arzneimittel, die der Arzt verordnete, wurden an den Patienten abgegeben, selbstverständlich durfte nicht getauscht werden - heute verlangen die Krankenkassen den Tausch von wirkstoffgleichen Arzneimitteln. Dies wiederum erfordert eine umfangreiche Software, denn je nach Krankenkasse ergeben sich andere (Tausch-)Medikamente. Zudem ist die Herstellung von Rezepturen viel aufwendiger geworden, da heute die einzelnen Schritte bei der Herstellung dokumentiert werden müssen. Auch die übliche Darreichungsform hat sich im Laufe der Zeit gewandelt; wurden früher neben Salben auch Hustensäfte, Tropfen und Zäpfchen in der Rezeptur angefertigt, sind es heute fast nur noch Salben.

Fazit: Es hat sich in den vergangenen Jahren viel geändert. Mit dem technischen Fortschritt sind die Ansprüche der Krankenkassen gestiegen und erfordern heute Computer, umfangreiche Software und regelmäßige Updates. Früher war es wesentlich einfacher in einer Apotheke „Fuß zu fassen“. Es galt, die Arzneimittel zu kennen und im Lager aufzufinden. Heute steht das technische Knowhow im Vordergrund – Preise, Rabattverträge, das Bedienen der Kasse, des Druckers, die Krankenkassenverträge. Es ist nicht mehr so leicht wie es mal war, in einer fremden Apotheke auszuhelfen. Auch deshalb sind die Betriebsausflüge, die bis 1992 einmal jährlich veranstaltet wurden, nicht mehr möglich. Damals gab es Studienkollegen und ehemalige Mitarbeiter, die bereit waren, einen Tag lang in der Apotheke zu den 3 Rosen zu arbeiten, während die Belegschaft ihren Betriebsausflug veranstaltete. Die heutige Technik verlangt hingegen speziell geschultes Personal. Ein weiteres verbindendes Element war die jährliche Inventur Ende Februar. Dann bekam das Team Unterstützung durch zahlreiche freiwillige Helfer, die meistens das ganze Wochenende die Medikamente im Lager zählte. Das bedeutete viel Arbeit, aber auch Lachen, leckeren Kartoffelsalat und Würstchen zur Stärkung Auch das ist heute effektiver gelöst: per Knopfdruck nennt der Computer den Warenbestand.

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