Schutzimpfungen brachten in den vergangenen Jahrzehnten große Erfolge
bei der Bekämpfung gefährlicher Infektionskrankheiten:
Tetanus (Wundstarrkrampf) und Diphtherie konnten eingedämmt werden und
Europa wurde sogar von Poliomyelitis (Kinderlähmung) befreit. Dennoch macht sich
Impfmüdigkeit breit; die Ursachen für diese - oft unbewusste -
Verweigerungshaltung sind vielfältig;
Der Erfolg jahrzehntelangen Impfens bewirkt, dass die gefährlichen
Krankheiten im Bewusstsein der Bevölkerung nicht mehr so präsent sind.
Dabei lässt sich der Schutz vor diesen Krankheiten nur gewährleisten,
wenn möglichst viele Menschen geimpft sind - die Krankheit sich also
beim Auftreten nicht ausbreiten kann.
Erwachsene denken meist nicht an die notwendigen Auffrischimpfungen,
zum Beispiel alle zehn Jahre gegen Diphtherie und Tetanus.
Säuglinge so früh wie möglich impfen (ab dem vollendeten 2. Lebensmonat)
- 2. Masern-Mumps-Röteln-Impfung bis zum Ende des 2. Lebensjahres
- Hepatitis-B-Impfung ist auch bereits im frühen Kindesalter wichtig
|
Bei Jugendlichen an Auffrischimpfungen denken und fehlende Impfungen ergänzen gegen
- Keuchhusten
- Kinderlähmung
- (ggf.) Windpocken
|
- Tetanus
- Diphtherie
- Hepatitis B
|
|
Auch Erwachsene benötigen noch Impfschutz:
- Diphtherie-Tetanus-Auffrischimpfung alle 10 Jahre
- 4 Impfungen gegen Kinderlähmung
- Beruflich wichtige Impfungen, u.a. gegen
- FSME, Tollwut (z.B. Förster, Tierärzte)
- Hepatitis A und B (z.B. Entwicklungshelfer)
- Masern-Mumps-Röteln, Windpocken (z.B. Kindergärtner)
- Influenza, Keuchhusten (z.B. ???)
|