apo3rosen@t-online.deApotheke zu den 3 Rosen, Neißestr. 6, 38226 Salzgitter

Wir über uns Wir über uns
Notdienst Notdienst
Aktuelles ThemaAktuelles Thema
Themen-ArchivThemen-Archiv
Unsere DienstleistungenUnsere Dienstleistungen
LinksLinks
StartseiteStartseite
KontaktKontakt
Plugin benötigt: Sie haben Javascript deaktiviert oder keinen Adobe® Flash® Player installiert!
Sie befinden sich hier: Startseite > Themen-Archiv > September 2003

Cholesterin & Co

Mehr als 8 Millionen Menschen in Deutschland weisen in ihrem Blut einen gefährlich hohen Cholesterinspiegel auf. Noch größer dürfte die Zahl jener sein, denen ihre krankhaft erhöhten Blutfettwerte nicht bekannt sind: Unerkannt tragen sie damit das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Cholesterin, was ist das eigentlich?

Cholesterin ist eine fettähnliche Substanz, die der Körper in der Leber selbst produzieren kann. Sie hat ganz unterschiedliche Funktionen: Zum einen wird daraus in der Leber Gallensäure, die für die Verdauung fetthaltiger Speisenbenötigt wird.
Zum anderen ist Cholesterin an der Bildung von Vitamin-D beteiligt und dieses benötigen wir, um mit der Nahrung aufgenommenes Calcium in den Knochen einzubauen. Außerdem ist Cholesterin der Ausgangsstoff für die Geschlechtshormone, sowohl für Testosteron als auch für Östrogen.
Zudem benötigen wir Cholesterin zur Herstellung von Cortison, einem Hormon, das Entzündungen in unserem Körper bekämpft. Cholesterin wird darüberhinaus zur Stabilisierung sämtlicher Zellmembranen benötigt.
Cholesterin können wir mit unserer Nahrung aufnehmen, allerdings ist es nur in Lebensmitteln, die tierischen Ursprungs sind. Pflanzliche Nahrungsmittel enthalten kein Cholesterin.

Triglyceride (Triglyzeride)

Fette, die wir mit der Nahrung aufnehmen, egal ob flüssig oder fest, bestehen zu 90% aus Triglyceriden. Wertvoll sind solche Triglyceride, die ungesättigte Fettsäuren enthalten, z.B. Olivenöl, Sonnenblumenöl, Rapsöl. Der Körper kann zwar Fettsäuren produzieren, jedoch keine ungesättigten Fettsäuren, wie sie einige pflanzliche Fette oder Fischöle enthalten.
Triglyceride liefern dem Körper viel Energie, mehr Energie als die anderen Nahrungsbestandteile Zucker und Eiweiß; daher sind Triglyceride der optimale Speicherstoff für unseren Körper.

LDL und HDL

Triglyceride sind ebenso wie das Cholesterin fettlösliche aber wasserunlösliche Substanzen. Dennoch werden sie von der Leber über die Blutbahn an jene Stellen transportiert, wo sie benötigt werden: Cholesterin an die bereits oben erwähnten Orte, Triglyceride in die Muskeln, wo sie Energie für die Muskelarbeit liefern, oder in die Fettzellen, wo sie gespeichert werden.
Dieser Transport im (wäßrigen) Blut gelingt mit einem Trick: Huckepack auf sogenannten Lipoproteinen gelangen Triglyceride und Cholesterinpäckchen zunächst an den Verwendungsort der Triglyceride; dort werden Triglyceride entladen und es verbleibt das LDL (low density lipoproteins = Lipoprotein niedriger Dichte). Dieses gelangt an den Bestimmungsort des Cholesterins und gibt es vom Blut in die Körperzelle ab. Ist die jeweilige Zelle ausreichend mit Cholesterin versorgt, wird die Aufnahme aus dem Blut gestoppt, restliches Cholesterin verbleibt hier als LDL.
Ist das LDL mit Cholesterinpäckchen sehr voll beladen, können einige Päckchen unterwegs "herunterpurzeln". Wiederum ist es ein Lipoprotein, das diese verlorengegangenen Choesterinpäckchen einsammelt und sie als HDL (high density lipoproteins = Lipoprotein hoher Dichte)zur Leber zurück transportiert.

Ein gesunder Erwachsener sollte
folgende Blutfettwerte besitzen:
Triglyceride: maximal 200 mg/dl,
höhere Werte beinträchtigen
die Fließgeschwindigkeit des Blutes
Gesamtcholesterin: maximal 200 mg/dl
sollte dieser Cholesterinwert überschritten werden,
ist das Verhältnis von LDL und HDL wichtig:
LDL bis 160 mg/dl
HDL über 40 mg/dl

Liegt ein Mißverhältnis zwischen LDL und HDL vor, dann können die heruntergepurzelten Cholesterinpäckcken nicht mehr ausreichend aus der Blutbahn entfernt werden, sie lagern sich als "Plaques" auf der Innenwand der Arterien an (Arteriosklerose). Diese Verdickungen stören den Blutstrom und führen zu weiteren Ablagerungen, so daß es unter bestimmten Bedingungen zu Gefäßerkrankungen kommen kann, sogar bis zur Verstopfung eines Gefäßes. Ist die Blut- bzw. Sauerstoffversorgung unterbrochen, stirbt das Gewebe ab. Je nach Lage (Herzkranzgefäße oder Nervengewebe im Gehirn) kommt es zum Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Allerdings muß es nicht bei jedem, der einen erhöhten Cholesterinspiegel aufweist, zu einer Gefäßerkrankung kommen.

Was tun gegen zuviel Fett im Blut?

Hauptursache ist eine fettreiche Ernährung.
Da die fettreichen Nahrungsmittel tierischer Herkunft auch cholesterinreich sind, sollten Sie fettarmes Fleisch und eine fettarme Zubereitung bevorzugen.Achten Sie auf "versteckte" Fette, z.B.in Schokolade,Aufschnitt und Käse. Verwenden Sie möglichst oft pflanzliche Fette,dann können Sie sicher sein, dass Sie kein Cholesterin zu sich nehmen.
Kurbeln Sie Ihren Fettabbau an! Sorgen Sie dafür, daß die Triglyceride nicht im Fettdepot abgelagert werden, sondern in den Muskeln gebraucht werden! Das schaffen Sie durch vermehrte Bewegung.
Überdenken Sie Ihr Naschverhalten! Zucker aus Süßigkeiten baut Ihr Körper sofort ab, dass er ihn als Energie nutzen kann. Wenn Sie ihm dazu keine Gelegenheit geben, fügt er die gewonnenen Bausteine zu Triglyceriden zusammen, ... und wo die abbleiben, wissen Sie schon.
Das gleiche macht er mit Alkohol - auch hieraus entstehen Energieträger (Triglyceride), die der Körper für schlechte Zeiten als Fettpölsterchen speichert. Ist das nicht gemein??
Lassen sich trotz eines veränderten Lebensstils die Blutfettwerte nicht ausreichendend senken oder aber liegt ein hohes Arteriosklerose-Risiko vor, wird Sie Ihr Arzt zusätzlich medikamentös individuell behandeln.

Möchten Sie mehr zu diesem Thema wissen?
Wir haben dazu zwei Links aufgenommen:
Zur Links-Rubrik
Nach oben